HANNAH LANGER MIT SNOOPY, ROSE & MOLLY

NAME: Hannah Langer & Konik Wallach Snoopy,  Quarterhorse Stute Rose sowie Haflinger Stute Molly

BERUF: Schülerin & Pferdetrainerin (Freiarbeit, Jungpferdeausbildung, Kinderunterricht & Messeauftritte)

WOHNORT: Ibbenbüren/Deutschland

MOTTO: "Die Verbindung zum Pferd ist das, was zählt."

Warum hast Du Dich für ein polnisches Wildpferd entschieden?

​Hannah: "Snoopy, der in Polen in einer Wildpferdeherde aufwuchs, habe ich mir eigentlich gar nicht selbst ausgesucht. Wir haben damals ein Beistellpferd gesucht und unsere ehemalige Reitlehrerin hat für uns dann Snoopy ausgesucht. Als kleines Mädchen wollte ich unbedingt ein Sportpony haben, um mit ihm auf Turniere zu gehen. Als Snoopy vom Hänger herunterkam und ich ihn das erste Mal sah, war ihr ehrlich gesagt ein wenig entsetzt. Das war für mich kein richtiges Pferd. Den wollte ich gar nicht haben. Da er aber ja gar nicht für mich gedacht war, war das theoretisch eigentlich auch egal.

Da Snoopy in seinem vergangenen Leben leider schon schlechte Erfahrungen gesammelt hatte, hatten wir keinen guten Start. Ich wollte ihn dann doch irgendwann reiten, doch der erste Versuch endete mit einer blutigen Hand und einem quasi ungezähmten Pferd, das mir Angst machte. Zwei Jahre später wollte ich schon fast aufgeben, aber irgendetwas an Snoopy hatte mich gefesselt. Ich habe dann mein Herz in beide Hände genommen und bin einfach zu Snoopy auf die Koppel gegangen und habe angefangen ihn zu reiten. Mit der Zeit klappte das Reiten immer besser und durch die gemeinsamen positiven Erfahrungen hat er mir dann ein neues Gefühl gegeben. Nach einem Sturz bei einem Sprung, bei dem wir beide am Boden lagen, hat Snoopy zuerst nach mir geschaut und ist erst dann aufgestanden als ich aufgestanden bin. Das war für mich ein grosser Vertrauensbeweis und von da an wollte ich mit ihm mehr machen als nur reiten. Ich habe mich dann im Internet informiert, wie man Pferden Freiarbeit beibringt. Allerdings hatte ich anfangs Angst, dass er mich wieder angreift, wenn ich mit ihm vom Boden aus arbeite. Ein Mädchen vom Nachbarstall hat mir dann die ersten Grundlagen der Freiarbeit beigebracht und hier habe ich auch das erste Mal gemerkt, was für ein tolles Pony ich habe, denn Snoopy hat ganz fein auf meine Körpersprache reagiert. Ich habe mich auch gar nicht so sehr in sein Aussehen bzw. seine Rasse verliebt, sondern vielmehr in seinen Charakter. Alles, was ich von ihm gelernt habe, kann ich nun in der Arbeit mit anderen Pferden einsetzen."

Was hat Dir in den schwierigen Situationen geholfen?

​Hannah: "Derjenige, der mir immer aus den schwierigen Situationen rausgeholfen hat, war Snoopy. Es ist einfach so, dass nicht immer alles klappen kann. Und Snoopy hat mir hier immer deutlich gezeigt: «So geht's nicht». Er war dann genauso frustriert wie ich. So konnte ich aus meinen Fehlern lernen und an mir arbeiten."

Wie würdest Du Deine Beziehung zu Snoopy beschreiben?

​Hannah: "Wild - es ist zwischen uns immer wild. Temperamentvoll - da von beiden Seiten immer sehr viel kommt. Und frei - Snoopy findet die Freiarbeit ganz toll und ich finde mich in der freien Arbeit auch in Snoopy wieder."

Was bedeutet für Dich Freiheit?

Hannah: "Freiheit bedeutet für mich, dass mein Pferd frei entscheiden kann, ob es bei mir bleibt oder nicht. Dass ich mit meinem Pferd "ohne alles" arbeiten kann und dass sich mein Pferd in meiner Nähe wohlfühlt."

Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

Hannah: "Nach der Schule möchte ich gerne zunächst ein dreimonatiges Praktikum bei einem Pferdetrainer wie bspw. Kenzie Dysli machen. Mein Wunsch ist es, danach hauptberuflich mit Pferden zu arbeiten, um die Welt zu reisen und viele verschiedene Pferd-Mensch-Paare kennenzulernen. Ich möchte anderen Menschen dabei helfen, auch so eine Verbindung zu ihren Pferden aufbauen zu können, wie ich sie habe. Denn ich weiss genau, wie das ist, wenn man sich etwas mit dem Pferd vorgenommen hat und es dann nicht klappt." 

Welchen Rat/Lebenstipp hast Du für die Phili Follower, die mit Pferden arbeiten?

​Hannah: "Immer zuerst an sich selbst zu arbeiten und nicht den Fehler beim Pferd zu suchen. Ich habe selbst gelernt, dass es richtig schwer sein kann, herauszufinden, woran es genau gerade hakt. Dabei ist es auf jeden Fall wichtig, positiv an die Arbeit heranzugehen und nicht zu viel auf einmal zu erwarten und auch mit kleinen Schritten zufrieden zu sein."

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