LARA MIT WHITE FIRE

NAME: Lara Strohdiek und Quarter-Araber Wallach White Fire (Whify)

BERUF: Studentin für Lehramt mit den Fächern Englisch & Mathematik

WOHNORT: Olfen/Deutschland

MOTTO: "The ones who were seen dancing were thought to be insane by those who could not hear the music."

Was bedeutet für dich die Arbeit mit Pferden?

​Lara: "Für mich bedeutet die Arbeit mit Pferden tatsächlich alles. Ich hab das grosse Glück, mit Whify mein eigenes Pferd zu haben. Wir beide lieben Freiheitsdressur, Zirzensik und Halsringreiten sehr. Ansonsten reite ich ihn freizeitmässig auch Western. 
Für mich machen Pferde zu einem grossen Teil den Sinn in meinem Leben aus. Bei ihnen fühle ich, dass ich etwas bewegen kann. Auch wenn es "nur" für ein Tier ist, kann es doch für dieses Lebewesen die Welt ausmachen. Pferde sind immer ehrlich und bringen einem dadurch so viel bei. Sie helfen einem zu wachsen. Ich habe das Gefühl, dass, solange ich diese wunderbaren Wesen um mich habe, irgendwie immer alles in Ordnung sein wird." 

Wie ist White Fire in dein Leben getreten?

​Lara: "Ich habe im Internet nach Pferden gesucht und aufgrund der besonderen Farbe - Braun-Porzellanschecke - bin ich auf White Fire und seinen 1 Jahr älteren Bruder aufmerksam geworden. Ich habe beide angeschaut und bin auch zuerst den sehr braven Bruder geritten. White Fire ist mir dann dadurch aufgefallen, dass er beim Putzen alles Putzzeug nach und nach von der Mauer geworfen hat. Obwohl es ein ekliger, stürmischer Tag war, bin ich auch mit ihm raus ins Gelände. Ganz ohne Sattel, weil er wunde Stellen an der Gurtlage hatte. Whify war zwar etwas flott unterwegs, war aber ansonsten cool und hatte keine Angst. Ich hab mich dann für das freche Pferd entschieden (lacht)."

Quarter-Horse - Araber ist ein besonderer Mix. Wie beschreibst du Whify's Charakter?

​Lara: "White Fire hat von beiden Rassen das Beste! Typisch Araber ist er super intelligent, lernfreudig, menschenbezogen und temperamentvoll. Die Coolness hat er vom Quarter Horse. Eines Tages hat er auf einem Fantasy Festival  Darth Vader mit seiner typischen Stimme getroffen (lacht). Diese Begegnung nahm er mit äusserster Gelassenheit hin." 

Wie würdest du eure gemeinsame Entwicklung beschreiben?

​Lara: "Am Anfang hatten wir ein paar Startschwierigkeiten. So ist Whify einfach losgerannt, sobald wir angaloppiert sind. Er wollte dann immer nur eines - einfach rennen. Mit meiner Reitlehrerin haben wir dann auf dem Platz mit Pilonen daran gearbeitet, dass er sich ausbalancieren kann. Immer wenn er dann zu schnell wurde, habe ich Muster um (imaginäre) Piloten geritten. So konnte ich ihn und mich selbst beruhigen und irgendwann hat er dann einfach ganz damit aufgehört."

Was ist Eure Lieblingsbeschäftigung?

​Lara: "Auf dem Platz rumliegen (lacht). Whify vertraut mit so sehr, dass er sich auch im fremden Gelände ohne Probleme ablegt. Er ist dann so entspannt, dass er die Unterlippe hängen lässt. Man könnte die Unterlippe runterklappen, ein Leckerli reinlegen und wieder zuklappen... Das Steigen liebt Whify ebenfalls sehr. Für mich ist das Steigen sehr chararkteristisch für ihn. Er liebt es sich zu präsentieren und ist halt ein kleiner "Angeber". Ich finde, dass Whify, wenn er steigt, einen wunderbaren Ausdruck hat und von innen heraus strahlt." 

Was zeichnet für dich die Freiarbeit mit Pferden aus?

​Lara: "Dass wir beide Spass daran haben. Für mich ist es auch ein schönes Feedback zu sehen, was Whify macht, wenn ich keine Mittel mehr habe, um ihn zu etwas zu bewegen. Ich finde in der Freiarbeit lässt man den Pferden die maximale Freiheit, sich auszudrücken und mit dem Menschen ehrlich zu kommunizieren." 

Ihr habt schon so viel gemeinsam erreicht? Wovon träumst du noch?

​Lara: "Da gibt es noch Einiges. Ich möchte mit Whify zum Strand. Und ich möchte die Freiarbeit noch verfeinern - zum Beispiel das Zirkeln oder die fliegenden Wechsel auch am Halsring reiten können. Und ich würde gerne noch ein paar mehr Auftritte mit ihm machen. Insgesamt bin ich schon unheimlich dankbar, für alles, was wir schon erleben durften. Vor zwei Jahren hatten wir unser erstes Fotoshooting gehabt und mittlerweile haben wir mit vielen Pferdefotografen zusammengearbeitet und viele tolle Leute kennengelernt." 

Was würdest du anderen empfehlen, die mit der Freiarbeit beginnen wollen?

​Lara: "Erwartet am Anfang nicht zu viel von euch. Fangt sehr klein an und probiert verschiedene Ansätze aus. Und wenn das Pferd anfangs keine Lust hat bei euch zu bleiben und weggeht, gebt nicht zu schnell auf. Gewinnt Klarheit darüber, welche Zeichen ihr gegeben habt und welche davon falsch waren. Und wenn ihr das herausgefunden habt, dann wird es auf einmal ganz schnell gehen. " 

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